70. Reisetag – Montag, 29.02.2023 – Maputo/Mosambik

Maputo ist die Hauptstadt von Mosambik mit mehr als  1 Million Einwohnern. Von hier starteten die 2-tägigen von Phoenix angebotenen Überlandtouren in den Krüger Nationalpark.

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Auch unsere private Überlandtour sollte eigentlich in den Krüger Nationalpark gehen, aber alle Unterkünfte waren bereits (von Phoenix?) ausgebucht, sodass unser Reisebüro „Punda Milia Travel“ uns zwei Gebiete, nämlich Hluhluwe und Manyoni, empfohlen hatte. Unsere Überlandtour sollte deshalb erst morgen starten, von Richard’s Bay aus.

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Maputo ist keine sehr schöne Stadt, aber natürlich absolvierten wir unser touristisches Pflichtprogramm

 

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Wir mussten erst mal aus dem Hafengelände raus kommen.



Es gab einige Sehenswürdigkeiten, die wir zu Fuß abklappern konnten. Die Hitze war mal wieder mörderisch, sodass wir ständig darauf bedacht waren, Schatten zu finden. Um 9:45 Uhr trabten wir los.

 

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Das Eisenhaus (Casa de Ferro) wurde 1892 von Gustave Eiffel für den damaligen Gouverneur entworfen. Das Konstrukt erwies sich als sehr unzweckmäßig, da es sich in der Sonne stark erhitzt.


Innerhalb unserer schweißtreibenden Strecke lagen mal wieder ein Fort (Fortaleza de Nossa Senhora), das Eisenhaus, der Platz Praça da Independência und der Bahnhof.

 

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Der Praça da Independência erwies sich als unspektakulärer, verkehrsreicher Kreisel.

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Das prächtige Bahnhofsgebäude wird ebenfalls Gustave Eiffel zugesprochen, so ist es zumindest in den meisten Reiseführern zu lesen. Allerdings gibt es keine Dokumente, die Gustave Eiffel als Konstrukteur belegen.

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Aber egal ob Eiffel oder nicht, der Bahnhof lockte auch die Phoenix-Ausflügler.

 

An all diesen touristischen Hotspots trafen wir auf geführte Phoenix-Ausflüge, also lagen wir mit unserer eigenen Ausflugsplanung gar nicht so falsch.

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Zufällig kreuzte unser Weg den Botanischen Garten „Tunduru Botanical Garden“, ein echter Ruhepol innerhalb der hektischen und schmuddeligen Großstadt.

 

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Wir brauchten noch einen Kühlschrankmagneten, aber welchen von den Dreien sollten wir nehmen?

 

Um 12:45 Uhr kamen wir völlig durchgeschwitzt auf unser Schiff zurück.

Der Nachmittag stand voll im Zeichen des heutigen Rosenmontags.
Zur Kaffeestunde gab es Kreppel (bzw. Berliner, Krapfen, Pfannkuchen, die Bezeichnungen sind regional sehr unterschiedlich, wobei der hessische Name „Kreppel“ meines Erachtens der einzig Richtige ist 😊).

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Anschließend startete der Rosenmontagszug, der dreimal rund ums Promenadendeck kreiste.

 

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Morgen sollte nun unsere große Überlandtour starten. Damit alles gut läuft, hatten wir im Vorfeld nachgefragt, ob der Fahrer, der uns abholen wird, auch die Genehmigung besitzt, in den Hafen bis zur ARTANIA vorzufahren. Das wurde uns von der örtlichen Agentur bestätigt. Auch erhielten wir die Telefonnummer des Fahrers. Mit ihm vereinbarten wir per WhatsApp, dass er sich melden soll, wenn er vor dem Schiff steht und wir uns melden werden, sobald wir von Bord können.

Da für morgen ein behördlicher Facecheck angeordnet wurde, klärten wir noch mit Phoenix, dass wir außerhalb der vorgesehenen Reigenfolge (erst die Ausflüge) unseren Stempel im Reisepass beim Facecheck abholen dürfen.

Bereits am Abend gab es die erste Änderung. Unser Fahrer war krank geworden und wir bekamen einen neuen zugeteilt, mit dem ich, ebenfalls per WhatsApp, die selbe Vereinbarung wie mit dem ursprünglichen Fahrer treffen wollte.
Leider war der nicht so kommunikationsfreudig und ich erhielt auf meine Nachricht keine Antwort.

 

 

71. Reisetag – Dienstag, 21.02.2023 – Richard’s Bay/Südafrika
1. Tag der Überlandtour

Gegen 9 Uhr, die ARTANIA hatte im Kohlehafen von Richard’s Bay festgemacht, kam eine WhatsApp-Meldung von der Agentur herein, dass der Fahrer bereits im Hafen sei und auf uns warten würde.
Also auf zum Facecheck, dessen Durchführung gerade begonnen hatte. Wir wurden von Phoenix an den Wartenden vorbei zu den Behörden durchgeschleust, die ihre Stempelstationen auf der ARTANIA eingerichtet hatten. (Pluspunkte für Phoenix!)
Danach ging ich erst mal alleine von Bord, um unseren Fahrer zu treffen. Nur, da war kein Fahrer, zumindest nicht der unsrige.
Ein netter Mann, der eigentlich Touren verkaufen wollte, nahm sich meines Problems an und rief den Fahrer an, ich hatte ja dessen Telefonnummer. In zwei Minuten sei er da. Da solche Zeitangaben sehr relativ sind, wartete ich (erfolglos) eine knappe Viertelstunde. Da weit und breit immer noch kein Fahrer in Sicht war, ging ich zurück an Bord, um der Agentur zu whats-appen, dass kein Fahrer da sei. Ergebnis: Keine Antwort. ☹
Also wieder raus und den netten Herrn bitten, noch mal anzurufen. Und wieder wurden die zwei Minuten ins Spiel gebracht. Diesmal aber kam tatsächlich nach 5 Minuten unser Fahrer an. Er sei am Hafeneingang so lange aufgehalten worden, weil er eigentlich keine Einfahrtsgenehmigung besitzen würde. Er konnte uns natürlich auch nicht erklären, wieso die Agentur ihn vor mehr als einer Stunde bereits als angekommen und wartend gemeldet hatte.

 

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Aber jetzt konnte es zum Glück tatsächlich losgehen. Denn mittlerweile knirschte der Kohlenstaub schon zwischen unseren Zähnen und auf der ARTANIA sollte tunlichst die Reling nicht mehr angefasst werden, weil man sonst schwarze Finger bekam.
Vor drei Jahren lagen wir in Richard’s Bay in einem anderen Teil des Hafens, ohne Kohle und Kohlenstaub.

 

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Der Mini-Van war nur für uns beide alleine etwas überdimensioniert. Allerdings sollten hier auch Elisabeth und Clemens Groth mit uns sitzen, die wegen Krankheit die gesamte Reise absagen mussten.

Unser erstes Ziel war nicht die Leopard Mountain Safari Lodge, wo wir die nächsten 2 Nächte übernachten würden, sondern zunächst eine Bank. Wir mussten ja noch unsere Kenia-Schillinge loswerden, von denen wir versehentlich viel zu viele aus dem ATM-Automaten gezogen hatten und hofften, sie in Südafrikanische Rand umtauschen zu können.
In der ersten Bank bedauerte man sehr, dass sie die Schillinge nicht annehmen könnten, aber wir sollten es in der anderen Bank gleich nebenan versuchen. Aber auch hier Fehlanzeige. Aber wenn wir schon mal hier waren, tauschten wir 50 Dollar in Rand um.
Das war eine der umständlichsten Finanztransaktionen, die ich je unternommen hatte. In einem kleinen Büro mit 2 Mitarbeiterinnen wurde der Deal durchgeführt. Eine Mitarbeiterin wurde weggeschickt, die Südafrikanischen Rand zu holen. Sie war sehr lange unterwegs. Mitarbeiterin Nummer 2 fühlte unentwegt verschiedenste Zettel aus, von denen ich – wirklich nicht gelogen – sechs Stück unterschreiben musste. Andere waren anscheinend nur für den internen Dienstgebrauch angedacht und anscheinend sehr wichtig. Unser 50-Dollar-Schein landeten schließlich in einer Pappschachtel, die dann in einer Schreibtischschublade deponiert wurde. Klar, dass bei dieser Organisationsform der Wechselkurs mehr als unterirdisch war.

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Weiter ging es auf der Nationalstraße N2 Richtung Norden. Die Fahrt war uninteressant, bis auf einen Zwischenstopp an einem Obstmarkt, wo sich unser Fahrer ein paar Bananen gekauft hatte.

 

Gegen 13 Uhr kamen wir an der Leopard Mountain Safari Lodge an. Wir wurden äußerst freundlich und herzlich begrüßt.

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Das Foto kann nur unvollständig wiedergeben, wie der Ausblick tatsächlich auf den Betrachter wirkt.


Von der Veranda des Haupthauses, wohin man uns zunächst führte, hatten wir einen fantastischen Blick in das von Bergen eingerahmte Tal.

 

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Im Hintergrund ist "unser" Bungalow zu erkennen.

 

Wir bekamen ausführlich alles Wissenswerte über die Lodge und die von hier startenden Pirschfahrten erklärt, bevor wir von George zu unserem Bungalow geführt wurden. George ist die gute Seele des Hauses, der Mann für alles, was so anfällt. Er war uns von Anfang an sympathisch.
Unser Bungalow lag relativ dicht beim Haupthaus und wir hatten von hier den gleichen Ausblick, der uns schon direkt nach unserer Ankunft auf der Veranda des Haupthauses ein begeistertes „Wow!“ entlockte.

Unser „Stundenplan“ für die nächsten zwei Tage war immer gleich:
5:15 Uhr: Kaffee, Tee und Kekse
5:30 Uhr: morgendliche Pirschfahrt (3 Stunden)
8:30 Uhr: Frühstück
12:00 – 14:00 Uhr: Picknick-Lunch in der Unterkunft
16:00 Uhr: High Tea (Kaffee, Tee und Gebäck)
16:30 Uhr: Pirschfahrt (3 Stunden)
20:00 Uhr: Dinner (Open Air, rund um die Feuerschale)

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Der Stundenplan wurde uns nicht nur mündlich erklärt, sondern auch äußerst stilvoll in unserer Unterkunft auf dem Silbertablett serviert.

 

Es gab sowohl im Haupthaus als auch in den 9 Bungalows WLAN, vorausgesetzt, es gab auch Strom. Der wurde immer mal wieder abgestellt. Die südafrikanische Stromversorgung ist ziemlich marode, ein großes Problem in diesem Land.

Der erste Programmpunkt unseres Aufenthalts war der Picknick-Lunch. Wir konnten aus einem Angebot verschiedener Snacks, wie Sandwiches, Wraps, Salate, etc. und einer großen Getränkeauswahl beliebig auswählen und zusammenstellen. Das Ganze wurde zu dem Zeitpunkt, den wir frei wählen konnten, pünktlich von George in einem Korb in die Unterkunft gebracht.

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Beim High Tea lernten wir Sean, unseren Ranger, kennen. Er bereitete uns den Tee zu und servierte uns die zugehörigen Leckereien.

 

Dann ging er auch schon los, der Game Drive. Game Drive ist die englische Übersetzung von „Pirschfahrt“ und wird so auch im Deutschen verwendet. Das Englische ist hier nicht immer so leicht zu verstehen. Die Leute sprechen sehr schnell und haben einen Akzent und Dialekt, dem wir mit unserem angestaubten Schulenglisch nicht immer folgen konnten.

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Sean, unser Ranger.

 

Die Pirschfahrt oder der Game Drive fand in einem offenen Geländewagen statt. Neben Fahrer und Beifahrer bot er Platz für 6 Leute. Normalerweise passen in diesen Geländewagentyp von Toyota neben Fahrer und Beifahrer 9 Leute. Aber bei unserem Fahrzeug wurden zu den hohen Coronazeiten die unbeliebten Mittelplätze ausgebaut und durch Staukisten mit einer Klappe ersetzt.
Wir waren 6 Leute auf dem Fahrzeug, Sean (der Fahrer) und Ranger (eine Beifahrerin, deren Funktion im Unklaren blieb, vielleicht eine angehende Rangerin), zwei Engländer (Chris und Neal) und last but not least Doris und ich. Chris und Neal überließen uns, ganz gentlemanlike, die Wahl der Sitzplätze und wir erlaubten uns, die erste Reihe zu wählen.

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Die Fahrt ging über Stock und Stein, nicht nur über Feldwege, sondern auch durchs unbefestigte Gelände mit tiefen Fahrrinnen, die ein erhebliches Können des Fahrers voraussetzten, um nicht stecken zu bleiben.
Ich schenke mir jetzt eine genau Aufzählung, welche Tiere wir gesehen haben, dafür stehen die Fotos.

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Zum Sonnenuntergang wurde eine Pause für den „Sundowner“ eingelegt. Angeboten wurde von Sean Cola, Bier, Wein, Amarula (ein südafrikanischer Wildfrucht-Sahne-Likör) und diverse Säfte.

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Selbst im Gelände wurde auf Stil geachtet.
Im Hintergrund sind Neal und Chris zu sehen.

 

Nach dieser Pause wurde es sehr schnell dunkel.
Plötzlich entdeckte der Fahrer etwas, hielt an und leuchtete mit einer Lampe ins Gebüsch. Unsere englischen Kameraden verstanden den Fahrer und wussten also um was es ging, aber wir leider nicht.

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Wir sahen nur einen braunen Erdhaufen. Auf Nachfrage verstanden wir dann doch, dass es sich bei diesem Erdhaufen um zwei schlafende Löwen handeln würde. Wie zum Beweis begann ein Teil des Erdhaufens sich leicht zu bewegen und streckte vier Pfoten in die Luft.

 

An der Lodge angekommen, wurden wir mit warmen feuchten, nach Minze duftenden kleinen Handtüchern empfangen, um Gesicht und Hände zu reinigen (obwohl, so richtig verschmutzt waren wir eigentlich nicht).

Das Abendessen nahmen wir im Freien zu uns. 3 Tische mit jeweils 2 Personen, die augenblickliche Belegung der Lodge. Auf jedem Tisch sorgte eine Petroleumlampe für gedämpftes Licht, wodurch der gerade stattfindende Stromausfall nicht so auffiel (außer, dass es kein Internet gab).
Nach dem Essen begleitete uns George zu unserer Unterkunft. Alleine in der Lodge-Anlage bei Dunkelheit zu laufen, war nicht erlaubt.

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Neben den Getränken in der Bar und der Mini-Bar gab es noch ein flüssiges Betthupferl in Form einer Flasche Portwein.


Wir gingen sehr früh schlafen, ließen die inkludierten südafrikanischen Weine ungenutzt, denn morgen früh um 4:45 Uhr würde der Wecker klingeln.

 

 

72. Reisetag – Mittwoch, 22.02.2023 – 2. Tag der Überlandtour

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In der Morgendämmerung herrscht ein ganz besonderes Licht.


4:45 Uhr aufstehen, 5:15 Uhr eine Tasse Kaffee trinken, 5:30 Uhr Abfahrt zum morgendlichen Game Drive.

 

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Es ist kühl, aber wir haben unsere Outdoorjacken mit und in der bereits erwähnten Kiste zwischen den Sitzen befanden sich rote Wolldecken, die sich Weicheier über die Beine legen konnten.

 

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So konnten wir die morgendliche Stimmung genießen und die ersten Zebras und Impalas beobachten.

 

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Unseren britischen Freunden schien das englische Wetter nichts auszunachen; sie  waren aber dann doch erleichert, als wir vorschlugen, den Drive abzubrechen.


Leider fing es an zu regnen. Zwar waren Regenponchos an Bord, die aber während der Fahrt nur bedingt tauglich waren, da der Fahrtwind uns den Regen ins Gesicht peitschte und von dort lief er ins Innere des Ponchos. Wir beschlossen, die Fahrt abzubrechen, in die Lodge zurückzufahren und dort anschließend zu frühstücken.

 

Die Bestellung für Eier, Speck, Würstchen, Bohnen etc. nahm selbstredend George entgegen.

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Unser Bungalow.


Nach dem Frühstück besserte sich das Wetter und die Sonne kam hervor, sodass wir das Anwesen um die Lodge inspizieren konnten.

 

Dass die Impalas, eine Antilopenart, allgegenwärtig sind, konnten wir schon auf den Pirschfahrten feststellen, aber auch hier in den Anlagen konnten wir sie antreffen. Sie waren an die Menschen gewöhnt, fast wie in einem Streichelzoo. Streicheln konnte man sie jedoch nicht, eine gewisse Scheu war ihnen erhalten geblieben.

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Wirklich erstaunt waren wir aber über den Besuch einer Rotte Warzenschweine, die sich auf dem Platz, wo wir gestern Abend unser Dinner eingenommen hatten, an den kleinen roten Früchten, die von den umstehenden Bäumen heruntergefallen waren, gütlich taten.

 

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Picknick-Lunch und High Tea wie gestern auch ...

 

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... und der nächste Game Drive stand an.

 

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Wir fuhren eine längere Strecke in nördlicher Richtung zu einem kleinen See, in dem drei Flusspferde leben. Die Hippos waren das Ziel, Giraffen, Gnus, Kudus etc. waren „nur“ Beifang.

 

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Die kleine Frucht, die wir probieren konnten, war glitischig, saftig, tropfte auf die Hose und hinterließ Flecken.

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Ein Gnu.

 

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Wir warten auf's Nilpferd.

 

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Eins, ...

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.. zwei ...

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... und drei!

 

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Hippo-Fotografen.

 

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Noch schnell fotografieren lassen, bevor es zurück zur Lodge zum Abendessen geht.

 

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Petroleum-Licht-Dinner.

 

 

73. Reisetag – Donnerstag, 23.02.2023 – 3. Tag der Überlandtour

Bei unserer letzten morgendlichen Pirschfahrt in der Leopard Mountain Safari Lodge blieben wir diesmal trocken. Neal war heute Morgen nicht dabei. Ob normale Müdigkeit oder der kostenlose südafrikanische Wein die Ursache für das Fehlen war, blieb im Dunkeln.

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Den Büffel haben wir nicht so gut getroffen (mit der Kamera). Für morgen kann ich ein ordentliches Büffel-Foto versprechen.


Die Pirsch war erfolgreich, denn wir entdeckten einen Büffel zusammen mit zwei Nashörnern in einer Waldlichtung.

 

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Der Höhepunkt war ein einsamer Löwe, der faul im Gras lag, aber zu unserer Freude einmal laut und kräftig brüllte.

 

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Zum Trinken brauchen die Giraffen eine ausgefeilte Beintechnik.

 

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ZUm Abschluss der morgendlichen Pirschfahrt noch schnell ein paar Gnus.

 

Nach dem Frühstück hieß es auch dann schon langsam Abschiednehmen von unseren Pirsch-Kameraden und dem freundlichen Personal der Lodge.
Um halb zwölf kam Vincent, der Fahrer, der uns in die etwas südlicher gelegene Thanda Safari Lodge bringen sollte. Es war der gleiche Fahrer, der uns schon von Richard’s Bay hierhergefahren hatte. Nach einer knappen Stunde waren wir am Tor des Thanda Reservats.
Die Reservate, in denen wir unsere Game Drives absolvierten, sind Privatbesitz und eingezäunt. Das Thanda Private Reserve ist 15.000 Hektar groß, da brauchts es schon eine Menge Zaun.
Am Tor verabschiedeten wir uns von Vincent und stiegen auf einen Geländewagen um.
Thommy, unser Ranger für die nächsten zwei Tage, fuhr uns zu unserer neuen Lodge. Neben ihm saß Zake der Tracker, der Thommy bei der Suche nach den Tieren unterstützen würde.

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Der Bezug unserer Unterkunft war nicht ganz unproblematisch. Auf unserer Veranda verweilte ein Weißkopfaffe, was wir nicht so prickelnd fanden. Also stellte ich mich ihm gegenüber und erklärte mit entschlossener Stimme, dass wir seine Anwesenheit nicht wünschen und deutete mit ausgestrecktem Arm an, dass er verschwinden solle. Das nahm er mir sehr übel, sprang auf mich zu und zeigte mir seine langen spitzen Zähne.
Ich beschloss, ihn lieber erst mal zu ignorieren, wer will schon vom Affen gebissen werden. Das Ignorieren war dann auch die richtige Strategie, denn er zog von dannen und wurde nicht mehr gesehen.

 

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Zu unserer Unterkunft gehörte ein Grillplatz zu unserer ausschließlichen Nutzung. Hier hätten wir gerne in Ruhe eine Kleinigkeit gegessen, wenn man uns das ermöglicht hätte.


Nach dem Bezug unserer Unterkunft, einer großzügigen Suite, etwas vom Haupthaus abgesetzt, nahmen wir unser Mittagessen ein. Unser Wunsch, nur einen Snack auf der Veranda unserer Suite einzunehmen, wurde als leider nicht möglich abgewiesen, obwohl dieser Service in der Informationsmappe in unser Unterkunft angepriesen wurde. Ein erster Wehmutstropfen in dieser 5-Sterne-Lodge. Wir mussten im Restaurant speisen.

 

Dort erzählte uns eine Kellnerin welche Auswahl es für das Mittagessen gäbe. Da schnell, undeutlich und in einem für uns schwer verständlichen Dialekt gesprochen wurde, verstanden wir zwischendurch irgenwann das Wort „Club-Sandwich“ und wählten selbiges.
Dass es keine Speise- und Menükarte gab, war Wehmutstropfen Nummer 2.
Der „Stundenplan“ hier war ähnlich wir in der Leopard Mountain Safari Lodge, mit dem Unterschied, dass wir uns die Zeiten merken musste, da es auch hierfür nichts Schriftliches gab.
Beim High Tea um 16:00 Uhr waren zwar einige Ranger anwesend, aber diese nahmen von uns keine Notiz. Erst auf Nachfrage bekamen wir Tee und Kaffee.

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Auf diesem Foto sieht man sehr schön den "Arbeitsplatz" des Trackers. Wenn sich allerdings Elefanten dem Fahrzeug nähern, steigt er um auf den Beifahrersitz neben dem Fahrer.


Thommy tauchte dann auf und wir bestiegen zusammen mit zwei  weiteren Damen den Geländewagen.
Der Game Drive selbst war fantastisch.

 

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Es ging gleich los mit einer großen Büffelherde, unter die sich noch zwei Nashörner gemischt hatten.

 

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Hier das versprochene Portrait eines Büffels.

 

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Und die Nashörner möchte ich auf keinen Fall unterschlagen.

 

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Doch damit nicht genug, wir konnten ein ganzes Löwenrudel bewundern mit einem dramaturgisch gestylten Auftritt. Zunächst kam eine einzelne Löwin aus dem Gebüsch und peilte die Lage.

 

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Unser Fahrzeug interessierte sie nicht. Es erschienen noch mehrere Löwinnen, gefolgt von den Jungen und nach einer kleinen Pause ganz zum Schluss Herr Löwe persönlich.

 

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Die Gruppe überquerte den Weg, um zu einem nahen Teich zu gelangen. Dort spielten und balgten sich die Jungen, die Löwinnen passten auf die Kleinen auf und der Löwe lag im gebührenden Abstand im Gras und überwachte das gesamte Geschehen.

 

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Da dieser Auftritt nicht mehr zu toppen war, verlief der Rest des Game Drives sozusehen beinahe ereignislos.

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Zum Abendessen gab es wieder nur die gesprochene Speisekarte, aber es gelang uns, den Koch zu überzeugen, zumindest grob die Speisefolge auf einen Zettel zu schreiben, was er dann auch in äußerst knapper Form tat.

Die morgige Pirschfahrt war im Gegensatz zur Leopard Mountain Safari Lodge nicht um 5:30 Uhr, sondern bereits für 5:00 Uhr angesetzt.

 

 

74. Reisetag – Freitag, 24.02.2023 – 4. Tag der Überlandtour

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Für den Game Drive heute Morgen hat man uns einen Gepard in Aussicht gestellt und Wort gehalten. Für Langzeitbeobachtungen war unser Gepard aber eher ungeeignet. Er saß nur da und blickte in die Landschaft.

 

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Der Gepard hatte ein Halsband mit einem Sender um. Ganz "reine Wildnis" ist in einem Reservat also nicht immer geboten.

 

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Also Gepard gesehen, Haken machen und weiterfahren. Unser Ranger Thommy hatte noch ein kleines As im Ärmel. Er wusste, wo der Gepard-Nachwuchs abgelegt war. Die Jungen lagen im hohen Gras in einer Kuhle und waren schlecht zu sehen, was ja der Sinn einer solchen Kinderstube in der Natur ist.

 

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Aber so ganz die Natur herrscht in den Reservaten nicht. Hier will der Mensch ein wenig die Kontrolle über die Tiere haben. So war unser Gepard mit einem Sender um den Hals ausgestattet, um ihn gegebenenfalls mit entsprechenden Funkempfängern orten zu können. Ich fragte, wie oft die Batterie im Sender gewechselt werden muss. Das geschieht etwa alle 12 Monate. Hierzu muss das Tier mit einem Narkosegewehr vorher betäubt werden.

 

Ähnliche Sender hatten wir in der Leopard Mountain Safari Lodge auch entdecken können, nämlich bei dem Elefanten und dem Löwen.

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Viel Neues gibt es von dieser Tour nicht zu berichten, der Reiz ist einfach mit offenen Augen und Ohren durch das Gelände zu fahren und alle Eindrücke in sich aufzusaugen.

 

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Witzig waren die „doofen Hühner“. Ich habe den richtigen Namen nicht mitbekommen, aber egal. Die „doofen Hühner“ halten sich gerne auf den Wegen auf. Wenn nun ein Fahrzeug kommt, fliehen sie natürlich, aber nicht zur Seite, sondern nach vorn. So rennen sie hundert Meter und mehr vor dem Fahrzeug her, ehe ein Huhn nach dem anderen auf die Idee kommt, sich seitlich in die Büsche zu schlagen oder einfach wegzufliegen. Manche haben diese Idee früher und andere erst sehr viel später.

 

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Geht doch! Warum nicht gleich?



In der Lodge gelang es uns, die Küche zu überreden, uns einfach ein paar Schinken-Käse-Toasts in die Unterkunft zu bringen.

 

Denn Nachmittag verbrachten wir mit Faulenzen und Nutzung unseres kleinen Infinity-Pools.

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Der nachmittägliche Game Drive führte uns zu einer Elefantenherde.

 

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Doris zeigt gewissen Respekt vor dem großen Tier.

 

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Die Fotografen hatten ...

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... keine Pause.

 

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Somit hatten wir die Big Five „im Sack“, nämlich neben den Elefanten, den Büffel, dass Nashorn, den Löwen und den Leopard. Na ja, den Leoparden nicht wirklich, aber der Gepard ist ja mit dem Leopard eng verwandt.

 

 

Am Abend gab es als Überraschung einen Grillabend mit Folkloreeinlage. Das reichhaltige BBQ-Menü wurde wieder nur mündlich annonciert und unser Wunsch nach einer (handschriftlich) geschriebenen Menükarte wurde ignoriert. So blieb unsere Übersetzungs-App ungenutzt und viele „Köstlichkeiten“ blieben von uns unverspeist.

75. Reisetag – Samstag, 25.02.2023 – 5. Tag der Überlandtour – Flug nach Kapstadt

Da unser Flieger um 12:25 Uhr in Durban starten sollte und die Fahrt zum Flughafen ca. 3 Stunden dauern würde, konnten wir den heutigen morgendlichen Game Drive nicht mitmachen, da wir schon gegen 8:00 Uhr abgeholt wurden.
In Sachen Frühstück wurde uns gestern zunächst erklärt, dass wir nur eine Lunchbox mitbekämen, da es um 7:00 Uhr halt noch kein Frühstück geben würde.
Beim gestrigen Disput wegen der nicht vorhandenen Menü-Karte wurde zumindest das Frühstücksproblem relativiert. Selbstverständlich gäbe es ab 6:30 Uhr ein vollständiges Frühstück.
Der Transfer zum Flughafen war problemlos. Fahrzeug (wieder ein Mini-Van) und Fahrer wurden von der Lodge gestellt. Kurz bevor wir abfuhren, kam Thommy vom Game Drive zurück, sodass wir uns noch einmal von ihm und Zake, dem Spurenleser, sowie von den beiden anfangs erwähnten Damen verabschieden konnten.

Fazit unserer Überlandtour: Die Leopard Mountain Safari Lodge würden wir jederzeit wieder buchen, hier stimmte alles. Die Thanda Safari Lodge gab sich zwar mondäner, war aber unpersönlicher, gepaart mit schlechtem Service und Unflexibilität. Hier stimmten Kosten und Leistung nicht ganz überein. Allerdings war die gebotene Tierwelt auf den Game Drives fantastisch.

Wir kamen gegen 11:00 Uhr am Airport an. Da wir schon via Internet eingecheckt hatten, brauchten wir nur unser Gepäck (1 Tasche) abgeben, was ohne Schlangestehen bewerkstelligt werden konnte. Auch die Sicherheitskontrolle ging schnell. Der Flieger hatte nur eine halbe Stunde Verspätung.

Wir landeten um 15:00 Uhr in Kapstadt, wo uns schon ein Fahrer erwartete und zum Passenger-Cruise-Terminal brachte, wo heute früh die ARTANIA festgemacht hatte.

 

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Von unserem Liegeplatz hatte man einen direkten Blick auf den Tafelberg.


Nachdem wir die ARTANIA wieder in Besitz genommen hatten, war noch Zeit für die Kaffeestunde. Und, oh Freude, es gab außerplanmäßig Würstchen und Frikadellen. Die ARTANIA kam heute früh verspätet an, sodass danach die Vormittagsausflüge nicht mehr pünktlich zum Mittagessen zurückkommen konnten, aber die hungrigen Ausflügler noch etwas Warmes in den Bauch bekommen mussten.

Danach war Zeit für einen kleinen Spaziergang an die nahegelegene Waterfront, während sich unsere Safari-Klamotten in der Waschmaschine im ARTANIA-Waschsalon drehten.

 

 

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Peter Hölzer (*23.12.1953) ist der Blogger

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