40. Reisetag – Samstag, 21.01.2023 – Hambantota/Sri Lanka
Für heute hatten wir schon von zu Hause aus bei Phoenix den Ausflug „Elefanten im Udawalawe“ gebucht. Diesen Ausflug in den Udawalawe Nationalpark hatten wir schon zwei Mal gemacht, zuletzt vor drei Jahren, und für mehr als gut befunden.
Allerdings zeigte die Smartphone-App „Regen-Radar“ seit vorgestern, dass es in dieser Gegend den ganzen Tag regnen wird. Und unsere noch nicht abgeklungene Erkältung passte nicht wirklich zu einer Fahrt im offenen Geländewagen bei Regen. Also mussten wir den Ausflug wieder stornieren – Stornogebühr hin oder her.
Und in der Tat, bereits bei unserer Ankunft im Hafen von Hambantota war der Himmel bedeckt und es regnete sich mehr und mehr ein. Unsere Entscheidung, den Ausflug zu stornieren, war also richtig gewesen, auch wenn man uns über die Höhe der Stornogebühren immer noch im Unklaren ließ.
Also unterschied sich der heutige Tag von einem Seetag nur dadurch, dass das Schiff erfreulich leer war. So hatte ich genügend Zeit, den 4. Blogeintrag fertig zu stellen und online gehen zu lassen.
41. Reisetag – Sonntag, 22.01.2023 – Seetag
Heute Vormittag fand der Maritime Frühschoppen statt, mal wieder ohne uns. Unser Fernbleiben hat einen ganz einfachen Grund, wir mögen keine Seefüße, wie wir die dort gebotenen Seafood-Spezialitäten gerne etwas respektlos bezeichnen und bewusst fehlerhaft übersetzt haben (Seafoot statt Seafood).
Eine der wenigen Ausnahmen bei den Seefüßen bilden z. B. Fischstäbchen, die aber bei diesem Frühschoppen leider nie angeboten werden.
Unangenehmerweise begann seit gestern die Klimaanlage zu schwächeln. Trotz Stellung des Reglers auf der kältesten Stufe, herrschen in der Kabine Temperaturen bis 26 Grad, was insbesondere Nachts äußerst unangenehm ist.
Das offizielle Narrativ von Phoenix lautet: Die Aggregate für die Klimatisierung der ARTANIA laufen auf höchster Stufe – mehr geht nicht. Gründe dafür, dass die Aggregate an ihre Grenzen stoßen, sind sowohl die hohe Temperatur des Meerwassers (27°) als auch die der Luft (30°).
Meine Vermutung ist eher, dass irgendetwas nicht richtig funktioniert. Wir fahren nicht das erste Mal mit der ARTANIA in Gebiete mit solchen klimatischen Bedingungen und derartige Probleme hatte es nicht gegeben.
Der Kreuzfahrtdirektor appellierte außerdem an die Passagiere der Balkonkabinen, dass sie die Balkontüren immer geschlossen halten sollen, weil offene Türen die Klimaanlage zusätzlich belasten, ohne dass es dadurch in der Kabine kühler wird.
Dieser Apell wird wahrscheinlich ähnlich befolgt, wie die Bitte, keine Liegen zu reservieren.
In Facebook gibt es bereits erste kritische Stimmen und Beschwerden zur Klimasituation auf dem Schiff.
Wir warten erst mal ab und nutzen beim Schlafen eine leichtere Decke, statt der molligen Bettdecke.
Eine mitreisende Passagierin sprach mich an, dass sie ein wenig die Lästermäuler Waldorf und Stadler vermisse, die ja hier im Blog immer dann auftauchen, wenn mir etwas unangenehm auffällt oder ich etwas kritisieren möchte, wie böse Zungen behaupten, wenn ich wieder etwas zu meckern habe.
Aber der Wunsch der Dame ist mir Befehl, denn da fällt mir sofort die Besetzung der Rezeption ein, die immer wieder für einen Klopper gut ist.
Manchmal habe ich das Gefühl, die Grundvoraussetzung eines Mitarbeiters für den Einsatz an der Rezeption sind folgende Eigenschaften:
- Kreativität beim Finden von Ausreden und Erklärungen auf Basis mangelnder Sachkenntnis,
- ignorieren von Fakten,
- hervorragende Kenntnisse in der Abwimmel-Rhetorik.
Auf keinen Fall sollte der Mitarbeiter den Drang verspüren, wenn er etwas nicht weiß, bei der entsprechenden Abteilung nachzufragen.
Beispiel gefällig?
An Tagen des Passagierwechsels gibt es zwei verschiedene Tagesprogramme, eines mit Informationen für die abreisenden Gäste (manche davon verlassen erst abends das Schiff) und eines mit Informationen für die ankommenden Gäste.
Der durchreisende Gast, so wie wir z. B., erhält bereits am Vorabende beide Versionen des Tagesprogramms auf die Kabine.
So war jetzt am 19.1.2022 beim Passagierwechsel in Colombo in der Abreise-Version zu lesen, die Öffnungszeiten der Restaurants fürs Mittagessen sind von 12:00 – 13:30. Im Gegensatz dazu waren die Zeiten im Anreiseprogramm mit 12:30 – 14:00 Uhr angegeben.
Anruf bei der Rezeption, was denn nun stimmen würde. Antwort: 13:30, denn so stünde es in dem ihm vorliegenden Einschiffungsprogramm. Hatte er ein anderes Papier vorliegen wie wir? Telefonisch kamen wir so nicht richtig weiter.
Also wurden wir jetzt mit den beiden Programmen an der Rezeption vorstellig, um die Sache zu klären.
Der Mitarbeiter kam jetzt tatsächlich ins Grübeln, aber eine Kollegin sprang hilfreich ein und erklärte uns allen Ernstes wörtlich: “Die abreisenden Gäste können bis 13:30 zu Mittag essen und die anreisenden Gästen könnten dies bis 14:00 Uhr tun.“
Ich verkniff mir die Frage, ob für durchreisende Gäste dann das arithmetische Mittel der beiden Zeiten gilt, also Öffnungszeit bis 13:45 Uhr. Wir gaben ganz einfach auf.
Denn wir konnten uns nicht vorstellen, dass die anreisenden und abreisenden Gäste verschieden farbige Bändchen ums Handgelenk gebunden bekommen, um sie unterscheiden zu können.
Ein Kellner konnte uns übrigens beim Frühstück am besagten Abreisetag sagen, dass am Mittag die Restaurants definitiv bis 14:00 Uhr geöffnet sind.
Diese kleine Episode zeigt den Stil, wie an der Rezeption gearbeitet wird, nämlich zusehen, dass man den Kunden schnell wieder loswird, anstatt wie in diesem konkreten Fall, einfach mal zum Telefon zu greifen und beim Hoteldepartment des Schiffs nachzufragen, um kompetent Auskunft erteilen zu können.
Jetzt ist die Frage, Mittagessen bis 13:30 oder 14:00 Uhr, nicht unbedingt existentiell. Das eigentliche Problem ist, dass man sich auf Aussagen der Rezeption nicht verlassen kann, eventuell auch bei sehr wichtigen Fragen.
Auf Wunsch könnte ich weitere ähnlich skurrile Anekdoten erzählen., was ich mir aber vorerst verkneife.
42. Reisetag – Montag, 23.01.2023 – Malé/Malediven
Wir kamen gegen 7:00 Uhr in Malé an und warfen den Anker, weil es keine Pier für Kreuzfahrtschiffe gibt.
Malé bezeichnet sowohl die Hauptstad der Malediven als auch die gleichnamige Insel. Nachdem alle Ausflügler an Land gebracht worden waren, konnten wir gegen 11:00 Uhr bequem an Land tendern.
Wir machten einen kleinen Stadtbummel rund um die Hafengegend und starten unseren Rundgang an den Markthallen.
An einem kleinen Stand mit Elektronik-Krimskrams, wie USB-Kabel, Kopfhörer etc. schauen wir uns die Auslagen an. Der Händler bietet uns aus heiterem Himmel freundlich jeweils eine Banane an, nach kurzem Zögern (was will er von uns?) nehmen wir sie an und fangen an sie zu schälen. Da reicht er uns noch Servietten und als wir sie verspeist hatten (sie schmeckten vorzüglich) nahm er uns Servietten und Schalen von selbst wieder ab, weil wir keinen Papierkorb fanden. Warum hat er das gemacht? Es folgte keinerlei Verkaufsgespräch oder Hinweis auf seine Waren, er war uns einfach nur freundlich gesinnt, warum auch immer.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass er einen Joint-Venture mit einem der Obstverkäufer hatte, die in einer anderen Halle ihre Waren feilboten. 😊
Wir hatten sowieso vor, einige Bananen zu kaufen, weil die aus Colombo bereits verzehrt waren bzw. mittlerweile einen zu hohen Reifegrad erreicht hatten und entsorgt werden mussten.
Bei einem der vielen Obsthändler trugen wir unser Kaufanliegen vor – 6 Bananas, please. Erst hatten wir das Gefühl, er wollte uns gar nicht bedienen, dann nahm er sich doch ein Messer und schnitt uns gemäß unserer Bestellung lustlos mit steinerner Miene 6 dieser leckeren Mini-Bananen ab und legte sie auf eine elektronische Waage, an der er vorher noch einige Knöpfchen gedrückt hatte. Die Waage zeige als Betrag 30 Maledivische Rupien (MVR) an, die wir bereitwillig zahlten (wir hatten noch ca. 150 Rupien von der letzten Reise hierher übrig).
Als wir hinterher nachrechneten und feststellten, dass wir fast zwei Euro bezahlt hatten, waren wir der Meinung, dass der Verkäufer wenigsten ein bisschen hätte lächeln können.
Unser Bummel ging weiter über eine kleine Mole, an der viele bunte Fischerboote lagen. im Wasser begleiteten uns zwei stattliche Rochen ein kleines Stück des Wegs.
Die Fortsetzung unseres Rundgangs führte vorbei an einem Fischmarkt und einer Moschee und wieder zurück zur Tenderpier.
Eine Alternative zum Bummel durch Malé wäre ein Strandaufenthalt in einem der Hotelressorts gewesen. Phoenix hat solche Ausflüge im Programm, zum Preis von 150 -200 Euro. Hier, so finden wir, scheint das Preis-Leistungsgefüge etwas in Schieflage geraten zu sein. In Colombo hatte ein ähnlicher Ausflug („Halber Tag am Strand“) nur 39 Euro gekostet.

Den späteren Nachmittag verbrachten wir in der Kopernikus-Bar mit Lesen und ein wenig Arbeit am Laptop.
43. Reisetag – Dienstag, 24.01.2023 – Malé/Malediven
Für heute, wo wir noch einen weiteren halben Tag in Malé lagen, bot Phoenix 2 verschiedene Ausflüge an:
- Panoramaflug Malediven: 15 Minuten Flug 359 €
- U-Boot-Fahrt Malediven: 30 Minuten - 149 €
- Rundgang durch Malé: 2 Stunden – 49 €
Der preiswerte Ausflug „Rundgang durch Malé“ führte beinahe über die gleiche Strecke, die wir gestern absolviert hatten. Zwar kamen wir nicht in den Genuss eines Führers, der uns mit Erklärungen versorgte, dafür waren wir als Gruppe kleiner (2 Personen) gegenüber den 6 mit Abstand zueinander startenden Phoenix-Ausflugsgruppen mit jeweils ca. 20 Personen.
Also blieben wir auf der ARTANIA.
Um 12:30 Uhr wurde der Anker gelichtet und wir nahmen die nächste Malediveninsel ins Visier, nämlich Gan Islands.
Nach der Kaffeestunde wurde es Zeit für ein allseits beliebtes Spektakulum – die Äquatortaufe rund um den Pool an der Kopernikus-Bar.
Auf einen ausführlichen Bericht verzichte ich an dieser Stelle, da die Äquatortaufe in meinen anderen Reiseblogs bereits mehrfach geschildert wurde. Dort einfach mal in das „Suchen-Kästchen“ am rechten Rand des jeweiligen Blogs den Begriff „Äquatortaufe“ eingeben. Hier im Blog beschränke ich mich auf einige aktuelle Fotos.

Wir standen wieder mal in der letzten Reihe.
Aber auf Neptun, der die ganze Zeromonie überwacht, hatten wir immerhin freie Sicht.

Ob der ukrainische Kapitän Alex Zinkovskyi (ganz in Weiß) wirklich große Freude bei dieser Zeromonie empfindet, ist nicht überliefert.
Auch der Kreuzfahrtdirektor Jörn Hofer (türkises Shirt) musste dran glauben.

Als sich die Massen bereits etwas verlaufen hatten (das Abendessen stand vor der Tür), bekam ich Neptun doch noch vor die Linse.
44. Reisetag – Mittwoch, 25.01.2023 – Gan Islands/Malediven
Gan ist eine Insel des Addu-Atolls, dem südlichsten Teil der Malediven und liegt bereits unterhalb des Äquators. Im Phoenix-Katalog liest man im Reiseplan zwar für den 27.1.2023 „Äquatorüberquerung“, aber da müssen sich die Katalog-Nautiker bei Phoenix Bonn vermutlich vermessen haben. Heute früh um 5:00 Uhr überquerte die ARTANIA den Äquator.
Die Äquatortaufe am gestrigen Nachmittag war als Termin genau richtig gewählt, denn heute früh um fünf wären wohl nicht so viele Gäste an die Kopernikus-Bar gekommen
Wir kamen an unserem Ankerplatz um 9:30 Uhr an, es musste also wieder getendert werden. Wie üblich wurden erst die Ausflugsgäste an Land gebracht, sodass ich erst um halb zwölf festen Boden unter die Füße bekam. Doris ist auf dem Schiff geblieben. Das Auf und Ab ihrer Erkältung geht im Moment leider wieder in die falsche Richtung.
Die Insel Gan mit ihren 1.100 Einwohnern ist touristisch nicht besonders interessant. Vor drei Jahren hatten wir mit einem Taxi bereits eine Inselrundfahrt gemacht, sodass ich mich heute auf einen kleinen Spaziergang beschränkte.
Auch hier wäre die Alternative wieder ein Badeausflug in ein Ressort auf eine nahegelegene Nachbarinsel zu einem horrenden Preis gewesen.
Aber auch direkt in Gan konnte man durchaus ein wenig baden.
Etwa 500 Meter von der Tenderpier entfernt befand sich ein kleiner Strand, allerdings ohne jede Infrastruktur wie Toiletten, Umkleidekabinen etc.
Für das Baden an solchen „einheimischen“ Stränden außerhalb der Hotelanlagen gelten strenge Vorschriften für die Badebekleidung, die auch in der Landgangsinformation abgedruckt waren und auf die noch einmal ausdrücklich per Lautsprecherdurchsage vom Kreuzfahrtdirektor persönlich hingewiesen wurde.
So war wörtlich zu lesen und sinngemäß zu hören:
Allerdings ist westliche Badekleidung, die an Hotelstränden kein Problem darstellt, an den öffentlichen Stränden noch verpönt: knielange Badeshorts werden dort von Männern erwartet, von Frauen zusätzlich ein T-Shirt. Eine gewisse kleidungstechnische Rücksichtnahme empfiehlt sich hier grundsätzlich.
Wie immer gab es auch an diesem kleinen Strand einen „Bodensatz“ von knapp 10% der Phoenix-Gäste, denen Vorschriften und Appelle im Allgemeinen und die Bade-Bekleidungsvorschrift im Besonderen am A… vorbeigehen.
Um 17:30 Uhr verließ die ARTANIA ihren Liegeplatz und nahm Kurs auf die Seychellen. Jetzt lagen erst einmal zwei volle Seetag vor uns.
Die Klimasituation auf der ARTANIA ist weiterhin gleichbleibend unangenehm.
45. Reisetag – Donnerstag, 26.01.2023 – Seetag
Ich hatte gestern eine E-Mail an Phoenix nach Bonn geschrieben, in der ich die schwächelnde Klimaanlage als Reisemangel reklamiert habe, in der Hoffnung, dass doch vielleicht etwas Bewegung in die Sache kommt.
Das wäre nämlich durchaus wünschenswert, denn heute Nacht hatten wir fast 27 Grad in der Kabine und da schläft es sich nicht so besonders gut.
Die Reaktion auf diese Mail war, dass uns eine Reiseleiterin von Phoenix einen Ventilator zur Verbesserung der Situation anbot. Ein Ventilator vermindert aber die Temperatur um kein Zentel Grad. Nur wenn man sich direkt anblasen lässt, verspürt man eine Abkühlung (Verdunstungskälte!). Aber Schwitzen und Wind sind eine prima Voraussetzung, sich eine Erkältung zu holen und wenn man schon eine hat, ist das kontraproduktiv in Sachen Genesungsprozess. Das erklärte ich der Reiseleiterin auch, sagte trotzdem zu, die Sache zumindest auszuprobieren.
Da es sich bei diesem Gerät um einen großen Tischventilator handelte, mit kurzem Elektrokabel, war allein das Aufstellen in der engen Kabine eine Unding. Außerdem musste noch ein Verlängerungskabel als Stolperfalle quer durch die Kabine gelegt werden, sodass die gleichzeitige Anwesenheit der Kabinenbewohner und des Ventilators als nicht ratsam erschien. Also gab ich das Teil wieder zurück, trotz der Warnung, dass es dann unwiederbringlich anderweitig vergeben würde.
Ich schrieb kurz an Phoenix, dass ich den Ventilator als Mangelbehebung nicht akzeptieren würde.
Eine Stunde später erfolgte eine Durchsage des Kreuzfahrtdirektors. Von den vier Aggregaten für die Klimatisierung der ARTANIA sei eines kaputt gegangen. Eine Reparatur kann frühesten im Hafen von Mauritius erfolgen, weil dorthin ein Ersatzteil geliefert werden muss.
Es ist doch ein schöner Zufall, dass meine Mails nach Bonn und die Wahrheitsoffensive an Bord zusammenfallen.
Ich halte nach wie vor das bisher verbreitete „Narrativ“, dass es quasi normal sei, dass bei diesen Luft- und Wassertemperaturen die Klimatisierung nur noch unbefriedigend erfolgen kann, für nicht ganz wahrheitsgemäß. Eigentlich sollte es schon vorher Probleme mit dem Aggregat gegeben haben, das schließlich dann ganz kaputt gegangen ist.
An dieser Stelle möchte ich betonen, dass meine hier geäußerte, unbewiesene Vermutung, es sei nicht ganz ehrlich informiert worden, keinesfalls dem Kreuzfahrtdirektor anzulasten ist.
Ich kenne und schätze ihn als einen Mann klarer Worte. Seine Aussagen sehe ich vielmehr der Firmenpolitik geschuldet. Zum Beispiel die Salamitaktik wie wir sie bei Phoenix schon erlebt haben. Vielleicht hatte man aber auch gehofft, sich bis Mauritius irgendwie durchmogeln zu können, aber dann wurde der Druck doch zu groß. Es könnte ja sein, dass das Aggregat erst nur „halb kaputt“ war und jetzt ganz in die Knie gegangen ist und die Wahrheitsoffensive unumgänglich war.
Wie gesagt, alles Spekulationen meinerseits, aber diese seien mir in meinem Blog gestattet.
46. Reisetag – Freitag, 27.01.2023 – Seetag
Für den Abend standen große Ereignisse auf dem Programm. Ebenfalls auf dem Achterdeck sollte um 21:30 Uhr eine große „Tropical Party“ stattfinden mit einem noch größeren Feuerwerk. Das Feuerwerk war eigentlich für Silvester gedacht, aber in Dubai im Hafen durfte es nicht abgebrannt werden.
Wir verbrachten einen ruhiger Seetag mit einem gemütlichen Nachmittag auf einem Schattenplatz in der Phoenix-Bar, hinten auf besagtem Achterdeck.

An Seetagen herrscht verstärkte "Reservieritis", nicht nur hier in der Kopernikus-Bar, sondern auch ganz oben auf dem Sonnendeck und hinten auf den Achterdeckts.
Besonders während der Essens- und Kaffeezeiten sind viele Ligen verwaist, aber heftigst belegt.

Aber auch Phoenix selbst sorgt für Reservierungen. An Seetagen werden am Nachmittag 6 von 8 Tischen in der Bibliothek, die auch als Spielzimmer und natürlich als mein "Büro" fungiert, reserviert.
Am späteren Nachmittag kam es zu einem heftigen Regenschauer, der uns nichts machte, da unser Platz überdacht war. In Hektik mussten allerdings die Getränkekellner verfallen, denn ihnen oblag die Aufgabe, die Sitzpolster der nicht überdachten Plätze in Sicherheit zu bringen. Außerdem waren für die Tropical Party zusätzlich Bierzeltgarnituren aufgestellt, wobei Tische und Bänke mit Hussen überzogen waren. Auch die Hussen mussten in Windeseile entfernt werden.
Als nach einer halben Stunde der Schauer vorbei war, wurden die Tische und Bänke wieder abgetrocknet und Hussen und Polster wieder aufgebracht.
Nach einer weiteren guten halben Stunde kam es erneut zu einem Schauer und das Polster- und Hussen-Spielchen ging von vorne los.
Wie oft diese Sisyphos-Arbeit sich noch wiederholte, wissen wir nicht, da es gegen 10 Uhr Zeit wurde, sich langsam auf das Abendesse vorzubereiten.
Heute war weder Gala angesagt. Aber die Gala-Abendessen haben etwas von ihren Schrecken verloren, denn die meist nur medium oder manchmal noch blutiger angebotenen Steaks, kann man im Lido-Restaurant von den Köchen am Buffet nachbehandeln lassen. Und die obligatorische Riesengarnele kann man ja weglassen. (Siehe hierzu auch die vorherigen Anmerkungen zu den Seefüßen.)
Um 21:00 Uhr erfolgte die Durchsage des Kreuzfahrtdirektors, dass die ARTANIA direkt auf ein Regenband zufährt, angezeigt vom Schiffsradar und somit das Feuerwerk auf unbestimmte Zeit verschoben werde.
Somit ging ein fast ereignisloser Seetag zu Ende.
47. Reisetag – Samstag, 28.01.2023 – Victoria/Mahe/Seychellen
Ich hätte vielleicht schon beim Bericht über Sri Lanka erwähnen sollen, dass diese Etappe der Reise von Colombo bis Mauritius absolut identisch ist mit einem Abschnitt unserer Reise 2019/2020. Damals fuhren wir die Strecke in genau umgekehrter Reihenfolge, nämlich von Mauritius nach Colombo.
Deshalb sind sowohl unserer Unternehmungen als auch die Berichte darüber nicht ganz so umfangreich wie damals.
Der Tag beginnt für die Reiseleitung mit Hektik. Die Passagiere, die den nächsten und übernächsten Reiseabschnitt noch an Bord sein werden, sollten heute ihren Gelbfieberimpfnachweis an der Rezeption vorzeigen, damit die Rezeptionisten ihn für die Behörden fotokopieren können. So war es in dem gestern Abend verteilten Tagesprogramm zu lesen.
Allerdings wurden nicht alle Passagiere im Vorfeld über die Notwendigkeit einer Gelbfieberimpfung informiert.
Grund für dieses Informationsdefizit waren wohl Kommunikationsprobleme zwischen Phoenix und den afrikanischen Behörden.
Verständlich, dass einige Passagiere in heller Aufregung sind. Phoenix bittet die Betroffenen um Geduld und will mit den Behörden versuchen, eine Lösung zu finden.
Alle Passagiere, die die gesamte Reise gebucht haben, wurden vor der Reise über die Notwendigkeit der Impfung informiert. Deshalb haben Doris und ich uns auch brav impfen lassen.
Gegen 13:00 Uhr machten wir im Hafen von Victoria fest. Viktoria ist die Hauptstadt der Seychellen und befindet sich auf der Hauptinsel Mahé.
Unser Vorhaben, nach dem Mittagessen in die Stadt zu laufen, fällt erst einmal ins Wasser. Es regnet in Strömen. Erst am späten Nachmittag lässt der Regen nach und wir brechen auf.
Der Clocktower und der Friedenspark mit den Denkmälern von Nelson Mandela und Ghandi gehören quasi zum Pflichtprogramm.
Wir machen auch noch einen Abstecher zum großen Busbahnhof mit seinen 24 Bussteigen, weil wir vorhaben, morgen ein wenig Bus zu fahren. Wir hatten gehofft, dort aktuelle Fahrpläne zu finden, weil die, die wir ihm Internet gefunden haben uns nicht ganz aktuell erschienen.
Leider gab es am gesamten Busbahnhof keinerlei Aushänge.
Wir konnten am Bussteig „R“ lediglich sehen, dass dort die Busse der Linie 5 nach Baie Lazare im Süden der Insel über Takamaka abfuhren, wie es auch im Internet zu lesen war.
Nach den zwei Kilometern zu Fuß zurück zum Hafen waren unsere T-Shirts so nass, als wären wir durch strömenden Regen gelaufen, trotz bedecktem Himmel. Die hohe Luftfeuchtigkeit forderte eben ihren Tribut.
48. Reisetag – Sonntag, 29.01.2023 – Victoria/Mahé/Seychellen
Um 10:00 Uhr machten wir uns auf den Weg zum Busbahnhof. Warum wir nach Baie Lazare via Takamaka fahren wollten? Ganz einfach, das letzte Mal hatten wir eine Busfahrt in den Norden der 28 Kilometer langen und 8 Kilometer breiten Insel unternommen, also wollten wir diesmal in den Süden, gemäß dem Motto „Der Weg ist das Ziel“. Außerdem gefiel uns der Name „Takamaka“ so gut.
Auf halbem Weg zum Busbahnhof kamen wir an einer Bushaltestelle vorbei. Auch hier keinerlei Aushänge, aber wir konnten einen Einheimischen fragen, ob hier „unser“ Bus vorbeikommen würde und ja, das würde er. Prima, haben wir dadurch doch glatt einen guten Kilometer Fußweg gespart.
Allerdings wäre unser Bus, als er kam, beinahe an uns vorbeigefahren, denn man muss grundsätzlich heftig winken, sonst hält er nicht. Dass ich gewunken habe, war rein intuitiv. Beim Bezahlen beim Fahrer erhielten wir den Beweis, dass die Internetseite der Seychelles Public Transport Corporation (SPTC) tatsächlich nicht auf dem neuesten Stand war. Eine Fahrt pro Person kostet nämlich nicht 5 Seychellen-Rupies (0,35€) wie auf der Seite zu lesen war, sondern 12 Rupies (0,80€). Der erste Gedanke war natürlich, dass hier irgendwie ein „Touristenzuschlag“ erhoben wurde, aber den Preis mussten auch die Einheimischen bezahlen, wie wir sehen konnten.
Die Fahrt dauerte etwa eineinhalb Stunden.

Manchmal glaubten wir, der Bus sei breiter als die schmale Straße, was den Fahrer allerdings nicht darin hinderte, Vollgas zu fahren.
Wenn Fahrzeuge entgegen kommen wird es eng, da geht es um Zentimeter.
Da an der Endstation nichts zu sehen war, was unser Interesse weckte, fuhren wir gleich wieder zurück und genossen erneut die Fahrt durch Landschaft und Orte.
Als wir wieder auf der ARTANIA waren, war die Zeit zum Mittagessen schon lange vorbei, aber zur Kaffeestunde gab es heute Schwarzwälder Kirsch, die als Ersatz für das versäumte Mittagsmahl herhalten musste.
49. Reisetag – Montag, 29.01.2023 – Praslin/Seychellen
Um 8:00 Uhr erreichte die ARTANIA ihren Ankerplatz vor der Insel Praslin. Die Pier war nur für die Katamaran-Fähren groß genug, die zur benachbarten Insel La Digue und nach Mahé fuhren und von unseren Tenderbooten mitbenutzt werden konnte.
Praslin ist nach Mahé die zweitgrößte Insel der inneren Seychellen. Mit nur 12 km Länge und 5 km Breite ist sie recht übersichtlich, was eigentlich auch für die drei vorhandenen Buslinien gelten sollte. Allerdings wurden wir aus den offiziellen Fahr- und Streckenplänen der SPTC nicht richtig schlau. Aber beim letzten Mal hat das Busfahren hier auch geklappt, zur Not muss man halt viel fragen.
In Praslin gibt es eigentlich nur zwei Möglichkeiten:
- Vallée de Mai (Maital), ein Naturschutzgebiet, das 1983 von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt wurde.
- Baden an einem der vielen Strände.
Wir entschieden uns, wie beim letzten Mal, für (1.) und wollten die 3 Kilometer von der Pier bis dorthin mit dem öffentlichen Bus bewerkstelligen.
Während der Wartezeit an der Haltestelle, wurden wir von diversen Taxifahrern und auch von Tourenanbietern angesprochen. Aber der Fahrpreis von 15 – 20 Dollar (nur hin!) für diese kurze Strecke war uns schlicht zu teuer. Es entstanden kleine Diskussionen über die Preisgestaltung. Auf unseren Einwand, dass das ja viel teurer sei als bei uns in Deutschland, hörten wir von verschiedenen Seiten das Argument, dass Praslin ja nur 7000 Einwohner hätte und Deutschland viele Millionen, eine Logik, der wir allerdings nicht folgen konnten.
Eine einheimische Frau hingegen erklärte uns, dass die Fahrer “Big Money“ machen möchten.
Allerdings wurden uns die Taxipreise auch in dieser Höhe in der Landgangsinformation von Phoenix genannt.
Ein Transporteur mit einem Mini-Bus bot uns an, für 200 Rupies (14 €) in den Nationalpark zu fahren. Ein anderes Ehepaar bekundete Interesse, sich mit uns zusammen zu tun. Dadurch stieg aber der Fahrpreis plötzlich auf 300 Rupies, womit der Deal geplatzt war. Das Ehepaar beschloss, irgendwohin zu laufen und wir warteten weiter auf den Bus. Als einer kam, stimmte zwar die Linie, aber nicht die Richtung, also weiter warten. Und siehe da, unsere Geduld wurde belohnt, ein Bus brachte uns für den uns mittlerweile bekannten Einheitstarif (12 Rupies, egal wohin) in den Nationalpark.

Die Seychellenpalme ist eine endemische Pflanze, die es nur auf den Seychellen gibt. Ihre Frucht, die "Coco de Mer", bringt zwischen 10 und 25 Kg auf die Waage.
Die Rückfahrt gestaltete sich nicht ganz so glatt. Wir saßen zusammen mit einem anderen Touristen-Paar in einem Buswartehäuschen am Nationalpark mit Blick in den Regenwald und warteten und warteten und es kam kein Bus, dafür erst einmal ein heftiger Tropenschauer.
Nach einer dreiviertel Stunde gesellten sich Einheimische dazu, was die Hoffnung aufkeimen ließ, dass der Bus bald kommen würde. Und er kam, wir erhoben uns von der Sitzbank und ich winkte auch, aber der Bus fuhr vorbei. Wir fragten bei den einheimischen Wartenden, ob sie den Grund wüssten, warum der Bus nicht gehalten hätte. Die lapidare Antwort: „zu voll“. Aber in 15 Minuten käme ja vielleicht wieder einer.
Nach weiteren 15 Minuten kam zwar kein Bus, dafür hielt ein PKW an und fragte, wo wir denn hinmöchten. Das andere Ehepaar und Doris waren eher skeptisch, aber ich trat in die Verhandlung mit dem jungen Mann über seinen Privat-Pkw ein. Er tat so, also würde er uns einfach nur aus Gefälligkeit zu dem kleinen Fährhafen hinfahren, aber ich bohrte nach, was es denn wirklich kosten würde. Ich sollte ihm einen Vorschlag machen und schlug 10$ für uns und das andere Ehepaar vor. Er akzeptierte und das andere Ehepaar war auch mit dem Verhandlungsergebnis einverstanden und schnell war klar, wir machen Halbe-Halbe, also 5$ pro Paar. Ich war gerade in den PKW eingestiegen, da kam auch schon der Bus. Wir stornierten aber nicht das ausgehandelte Geschäft, das wäre nicht ganz fair gewesen. Und so ließen wir uns zum Anleger fahren.
Kaum waren wir ausgestiegen und hatten unseren Obolus entrichtet, startete ein neuer Platzregen, sodass wir uns erst einmal unterstellen mussten, ehe wir die lange Pier entlang zum Tenderboot marschieren konnten.
Und wieder hatten wir das Mittagessen ausfallen lassen müssen, aber bei der Kaffeestunde gab es noch Reste von der Schwarzwälder Kirsch Torte. Wir konnten die letzten beiden Stücke erobern.
Zur Beruhigung an die Ernährungsphysiologen, beim Abendessen gibt es ausreichend Salat und Obst (und Eiscreme).
Gegen 20 Uhr wurde der Anker gelichtet, um vor der etwa 2 Seemeilen entfernten Insel La Digue erneut den Anker zu werfen.
50. Reisetag – Dienstag, 31.01.2023 – La Digue Praslin/Seychellen
La Digue ist mit 5 Kilometer Länge und 3 Kilometer Breite die kleinste der drei bewohnten Hauptinseln der Seychellen. Auf knapp 10 Quadratkilometern leben rund 2200 Einwohner.
Hier hatten wir uns im Internet einen schönen Strand mit schattenspendenden Bäumen ausgesucht, nur einen Kilometer von der Tenderpier entfernt.
Aber ein Blick nach dem Aufstehen aus dem Fenster zeigte uns, dass das Meer viel zu kabbelig war, um zu tendern. Und richtig, um viertel vor acht erfolgte die Durchsage, dass auf Grund der Wellenbewegungen ein Tendern nicht möglich sei. Wir fuhren zurück zum Ankerplatz vor Praslin, es war ja nicht sehr weit.
Praslin, Praslin – wir fahren nach Praslin!
Fast das Gleiche wie 2020. Da war es allerdings so, dass wir den Ankerplatz vor Praslin erst gar nicht verlassen hatten, sondern dass auf Grund der Wetterprognosen schon am Abend entschieden wurde, dass das Tendern in La Dique zu gefährlich sei.
Damals wie heute wurden die Phoenix-Ausflugsgäste kostenlos mit den Katamaran-Fähren nach La Dique gebracht, um dort ihr Ausflugsprogramm absolvieren zu können. Die „Freigänger“, so wie wir, hätten 35 Euro für die 15-minütige Überfahrt (hin und rück) bezahlen müssen.
Ich lasse das mal so unkommentiert stehen. ☹
Was also tun in Praslin? Also erst mal an Land tendern. An der Pier kann man schön Fische beobachten und dann könnte man vielleicht ein wenig durch den nahegelegen Ort spazieren. Gesagt getan.
Nach dem Fische gucken begutachteten wir aber erst einmal einen klitzekleinen Naturstrand, der ganz in der Nähe am Ende der Pier lag. Der war uns bisher gar nicht aufgefallen.
Gestern Abend hatte uns Antony, mittlerweile Restaurantaufsicht mit 1½ Streifen auf der Uniform, davon erzählt.
Wir kennen Antony noch als sehr zuvorkommenden Kellner.
Jedenfalls fiel unsere Begutachtung des Strandes positiv aus, auch wenn der Zugang nicht ganz einfach war.

Für die Figur, die wir beim Abstieg zu dem kleinen Starnd machten, erhielten wir nur mittelmäßige Haltungsnoten.
Es gab eigentlich gar keinen Zugang, sondern man musste über große Steine klettern. Die wenigen Strandbesucher bestätigten uns, dass Baden gut möglich ist, man muss im klaren, sauberen Wasser auf keine Steine und Korallen achten.
Also nichts wir zurück auf die ARTANIA tendern, Badesachen einpacken und zurück zum Mini-Strand.
Es wurde ein wunderbarer Strandaufenthalt, das Wasser war ruhig, keine Wellen, angenehme Temperatur, tief genug zum Schwimmen – Urlauber, was willst Du mehr.
Natürlich fand das Mittagessen an Bord wieder ohne uns statt.
Am Abend wurde bekannt gegeben, dass das Gelbfieber-Impfungsproblem gelöst sei. Phoenix hat sich mit den Behörden in Südafrika geeignet, dass keine Gelbfieberimpfung für die Landgänge mehr notwendig ist.
Das heißt im Umkehrschluss, die 90 € pro Person, die wir für die Gelbfieberimpfung bezahlt haben, davon allein jeweils 20 € für die Eintragung ins Impfbuch (zahlt alles die Krankenkasse nicht), waren praktisch für die Katz.
Gegen 20 Uhr verließen wir unseren Ankerplatz mit Ziel Reunion. Vor uns lagen jetzt zwei volle Seetage.
51. Reisetag – Mittwoch, 01.02.2023 – Seetag
Die letzten Tage war die Klimasituation auf der ARTANIA ganz erträglich. In der Kabine ging die Temperatur auf fast 23 Grad runter. Der Wärmeaustausch erfolgt wohl unter der Wasserlinie und dort waren Filter durch Plastikmüll aus dem Meer verstopft. Die Filter hätte man nun freigeräumt und noch einige Einstellungen an den Aggregaten optimiert, was zu einer merklichen Verbesserung geführt hatte.
Seit heute morgen sind die merklichen Verbesserungen allerdings nicht mehr spürbar. Die Temperatur stieg im gesamten Schiff rapide an. Am späten Nachmittag war die Temperatur in der Kabine bereits auf fast 27 Grad angestiegen. In den öffentlichen Räumen war es noch wärmer (bis 29 Grad), man war nach wenigen Minuten in Schweiß gebadet.
Konnte der Temperaturanstieg am späten Vormittag noch mit Freibier beim Stadl-Frühschoppen kaschiert werden, machte sich aber so nach und nach doch hier und da ein gewisser Unmut breit.
Um 17:00 Uhr gab es dann endlich Informationen. Den Technikern war es vor einigen Tagen gelungen das kaputte Aggregat wieder zum Laufen zu bringen. Seit gestern Abend ist es allerdings wieder in die Knie gegangen. Die schiffseigenen Techniker würden versuchen das streikende Teil wieder in Gang zu bringen und für den 4. Februar würde definitiv ein Techniker eingeflogen werden, der dass Aggregat dauerhaft repariert.
Zum Schluss dieses 5. Blogeintrags noch ein kleiner Hinweis. Es gibt den Menüpunkt "Gästebuch". Hier können Sie gerne nach einem Klick, wenn Sie möchten, im virtuellen Gästebuch ein Feedback hinterlassen, egal Lob, Kritik, Hinweise auf Fehler etc. etc.